Jahre vergehen... 
Zwei Bilder charakterisieren die geschichtliche Polarität, innerhalb der sich die Entwicklung der Frankfurter Waldorfschule in den ersten 50 Jahren ihres Bestehens abgespielt hat: Das eine zeigt Frankfurt als Trümmerfeld. Die historische Altstadt: ein Schutthaufen, dazwischen Menschen, die sich aus den Trümmern wieder eine menschenwürdige Umgebung, eine menschenwürdige Kultur bauen wollen. Das andere Bild sieht man, wenn man auf dem Dach unseres Haupthauses - der "Astronomie-Terrasse" - steht und in südlicher Richtung schaut: Die gigantiaschen Hochhäuser der großen Banken, die sich um den Ruhm streiten, das höchste Bürohaus weit und breit zu besitzen. Bereits am 16. April 1951 begann in diesem großen Wohnhaus im Frankfurter Westend die Schule mit den Klassen 1-6. Erwin Horstmann erinnert sich an das Frühjahr 1947, als er mit einem Kollegen eines Abends über eine der hölzernen Behelfsbrücken Frankfurts spazierte und dieser damals sagte: "Ich glaube, wir sind hier nun soweit, dass wir die Gründung der Waldorfschule unternehmen können." Und als ich freudig zustimmte, griff er die Sache gleich an, indem er sagte: "Gut, also dann übernehmen Sie es, die Gründungsversammlung für den Schulverein vorzubereiten. Ich werde die Genehmigung der Militärbehörden beschaffen."
Grundsteinlegung unseres ersten eigenen Schulgebäudes in der Friedlebenstraße 52 6. März 1960 1974 entschloss sich das damalige Kollegium, fortan die Schule zweizügig zu führen. Dies bedeutete aber natürlich auch, für dreizehn weitere Klassen neuen Schulraum zu schaffen. 1977-1981 entstanden der Klassentrakt und der große Festsaal.
 Am 30. September 1978 wurde der Erweiterungsbau in einer großen öffentlichen Feier eingeweiht. "Der Saal roch an diesem Tag noch nach Beton. Er wurde von Ölbrennern notdürftig beheizt, die Schulstühle aus den Klassenzimmern standen lose auf dem rauhen Boden. Ingeborg Schröder begrüsste die Gäste, Hans-Georg Krauch hielt eine die Anwesenden tief beeindruckende Rede..." Ansprache zur Einweihung des Neubaus im September 1978

Seit 1989 gibt es eine bei unseren Schülerinnen und Schülern überaus beliebte "Schülerbibliothek", die im Laufe des Jahres 2002 um einen weiteren Raum erweitert wird: unser neues Internetcafé für die Oberstufe. Um den veränderten Bedürfnissen der Schulanfänger besser gerecht zu werden, ist nach langen Überlegungen eine neue Stundentafel und auch ein Neubau für die Klassenstufen 1-3 geplant. und im Frühjahr 2001 feierlich eingeweiht worden. Mai 2001 - Die Schule feiert ihr 50jähriges Bestehen. 
Der Kindergarten, erbaut auf unserem Schulgelände 1970/71 hat seit kurzem eine neue Nachmittagsgruppe eingerichtet. Das machte wiederum einen Anbau erforderlich, der im Sommer 2000 bezogen werden konnte. Seit 1995 beherbergt die Schule einen Hort, der mittlerweile auf drei Gruppen mit ca. 60 Kindern und 9 Pädagoginnen und Pädagogen angewachsen ist.
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