Pädagogisches Konzept
Vorbild und Nachahmung, Rhythmus und Wiederholung
Diese beiden Begriffspaare kennzeichnen die pädagogische Arbeit von Waldorfkindergärten. In den ersten Lebensjahren, bevor das Kind schulreif ist, lebt es in der Regel ohne Zeitgefühl. Das Kind ist ganz dem Augenblick hingegeben. Es verbindet sich vor allem durch seine Sinne mit der Welt. Das Kind möchte diejenigen, die schon in ihr leben, mitempfindend nachahmen. Die vielen Rollenspiele, die die Kinder in diesem Alter frei entwickeln, sind dafür ein gutes Beispiel. Dies Bewusstsein soll das Tun und Handeln der Erzieherinnen im Kindergarten in besonderer Weise leiten. Während die Kinder spielen, sind sie selbst mit einer sinnvollen, für die Kinder durchschaubaren Arbeit beschäftigt. Die Kinder können sich zu ihr gesellen, mithelfen, mitmachen, nachahmen ...So regt die Erzieherin zum kindlichen Tun an, ohne dabei starre Regeln aufzustellen. Gleichmaßen prägen Rhythmus und Wiederholung das Leben in einem Waldorfkindergarten. Durch Rhythmus und die sich wiederholende Gliederung des Tages, der Wochen, des Jahres, durch Jahreszeiten und Feste wird dem Kind die Welt greifbar, strukturiert und klar durchschaubar gemacht. Der Kindergartentag beginnt mit freiem Spiel. Es folgen Reigen, ein gemeinsames Frühstück, Spiel im Freien und am Ende wird immer ein Märchen oder eine Geschichte erzählt.
Ein Tag im Kindergarten
Der Frankfurter Waldorfkindergarten bietet Raum für drei altersgemischte Gruppen mit jeweils etwa 20 Kindern. Morgens ab 7:00 Uhr können die Kinder gebracht werden und sie sollten bis 8:15 Uhr im Gruppenraum sein. Nach der Begrüßung der Kinder durch die Erzieherin spielen die Kinder im Freispiel oder nehmen an den angebotenen Tätigkeiten wie Frühstückzubereiten, Backen oder Malen teil. Anschließend wird gemeinsam aufgeräumt und der Frühstückstisch gedeckt. Es folgt der Reigen - Lieder und Verse entsprechend der Jahreszeit, die mit Bewegungen begleitet werden - und das gemeinsame Frühstück.

Nach dem Frühstück gehen die Gruppen in den Garten zum zweiten Freispiel. Mit einem gemeinsamen Abschluss im Gruppenraum findet der Kindergartentag sein Ende. Mittlerweile ist es 12:00 Uhr, und die ersten Kinder werden abgeholt. Bis 12:00 Uhr sollten alle "Vormittagskinder" abgeholt werden. Jene Kinder, die um 14:00 Uhr abgeholt werden, sammeln sich aus allen drei Gruppen und gehen zum gemeinsamen Mittagessen. Die "Ganztagskinder" bilden eine andere Gruppe und essen gemeinsam, bevor sich alle zum Schlafen legen. Sie können zwischen 15:00 Uhr und 16:30 Uhr abgeholt werden.

Öffnungszeiten
Seit 11. Januar 2010 ist der Kindergarten ab 7.00 h geöffnet. Die Betreuungszeit von 7.00 bis 7.30 h findet für alle Kinder, die diese Zeit in Anspruch nehmen, im Gruppenraum von Frau Heimpel (mit rotierendem Betreuerwechsel) statt.
Vormittagsgruppe: 07.00 - 12.00 h Ganztagsgruppe: 07.00 - 16.30 h Zweidrittelgruppe: 07.00 - 14.00 h
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